{"id":9024,"date":"2018-01-21T12:57:00","date_gmt":"2018-01-21T12:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wegneronline.com\/blog\/2018\/01\/21\/film-review-youre-driving-me-crazy-1991\/"},"modified":"2024-02-22T08:37:13","modified_gmt":"2024-02-22T07:37:13","slug":"film-review-youre-driving-me-crazy-1991","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wegneronline.com\/blog\/2018\/01\/21\/film-review-youre-driving-me-crazy-1991\/","title":{"rendered":"Film Review: You&#8217;re Driving Me Crazy (1991)"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><a class=\"serendipity_image_link\" href=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/ydmc.jpg\"><!-- s9ymdb:28 --><img decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"serendipity_image_right\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/ydmc.serendipityThumb.jpg\" style=\"width:296px\"><\/a>Darsteller: Norman Fell, Andrea Sadler, Dennis St John<br>\nLaufzeit: 1 Stunde, 23 Minuten<\/p>\n\n\n\n<p>Set within a mental ward, doctors try to cope with people suffering from a variety of ailments. Among the afflicted are a young man who believes his parents are really from outer space, a murderous television producer, and a prominent fashion photographer obsessed with a motivational record.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ich habe mir <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0348461\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den Film<\/a> haupts\u00e4chlich erstmal angetan, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Youre-Driving-Me-Crazy-OV\/dp\/B074KQVZFR\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">da er keinerlei Bewertungen auf Amazon hatte<\/a>, mir v\u00f6llig unbekannt ist und nach Trash-Film aussieht. Ein spannendes Abenteuer also \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt vorweg: Ein wirklicher Horrorfilm ist &#8222;You&#8217;re Driving Me Crazy&#8220; nicht. Es handelt sich eher um drei Mini-Psycho-Thriller mit \u00fcbernat\u00fcrlichen Elementen. Blut, Splatter oder \u00e4hnliches findet sich in dem Film nicht. Keine der Stories ist besonders gruselig oder unheimlich, sie sind eher vergleichbar mit einer Episode der Twilight Zone.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem &#8222;Film&#8220; handelt es sich eigentlich um drei Filme, die von einer losen Rahmenhandlung zusammengehalten werden. Drei Psychologen treffen sich in der Cafeteria ihrer Klinik und erz\u00e4hlen von ihren merkw\u00fcrdigsten F\u00e4llen.<\/p>\n\n\n\n<p><u><em>(VORSICHT, LEICHTE SPOILER)<\/em><\/u><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Story 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Fall handelt von einem jungen Mann, der Stress mit seiner Freundin bekommt, weil er sie nicht seinen Eltern vorstellen will. Und das zurecht, die Eltern sind alles andere als normal. Sie reden scheinbar per Gedanken\u00fcbertragung, bewegen sich kaum und sehen in etwa so gesund aus wie eine sehr blasse Wasserleiche. Klarer Fall: Die Eltern sind Aliens! Zumindest denkt das der Protagonist, seine Freundin sieht das etwas anders.<br>\nDie Story ist ziemlich linear und eigentlich hat man direkt ab der ersten Minute eine grobe Ahnung, wie das enden wird. Dass die Eltern Aliens sind (oder sowas in der Richtung) war mir nach ca. 2 Minuten klar. Trotzdem: Die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller ist f\u00fcr einen Low-Budget-Film gar nicht so schlecht. Und auch wenn die Story ungef\u00e4hr so komplex ist wie die Steuererkl\u00e4rung eines S\u00e4uglings ist die Idee und die Umsetzung gar nicht so schlecht gelungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Story 2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Geschichte handelt von einem TV-&#8222;Star&#8220;, der kleine Sketch-Comedy-Filme produziert. Diese sind leider ziemlich mies, und der Protagonist hat sichtliche Schwierigkeiten seine Filme an die Fernsehnetzwerke zu &#8222;pitchen&#8220;. Dazu kommt, dass er Schulden bei einem Kredithai (?) hat, der ungef\u00e4hr so aufgedreht und nervig ist wie Chris Tucker auf Steroiden. Auch wenn die Rolle super schlecht geschrieben ist: Schauspielerisch wurde sie sehr gut umgesetzt. Das kann man vom Protagonisten leider nicht behaupten. Der Schauspieler ist selbst f\u00fcr &#8222;campy&#8220;-Verh\u00e4ltnisse so over the top, dass er unter dem Jupiter schweben m\u00fcsste. Furchtbare Performance, und wirklich schwer zu ertragen.&nbsp;<br>\nNaja, zur\u00fcck zur Story: Kein Geld, kein beruflichen Erfolg und der Kredithai kommt mal zuhause vorbei. Klarer Fall, der muss sterben. Doch die Gewissensbisse holen ihn relativ schnell ein, denn als kurze Zeit sp\u00e4ter die beiden Vertreter des Fernsehnetzwerks vorbei kommen um sich das aktuelle und n\u00e4chste Projekt erkl\u00e4ren zu lassen, h\u00f6rt der Protagonist pl\u00f6tzlich Gel\u00e4chter. Sein Leben wird ab sofort von einem &#8222;Laugh Track&#8220; wie in Sitcoms begleitet, den nur er zu h\u00f6ren scheint.&nbsp;<br>\nDas Ende selbst ist etwas schwach und die miese Performance des Protagonisten-Darstellers tut sein \u00dcbriges. An sich ist die Story die st\u00e4rkste der drei Geschichten &#8211; einfach aufgrund der genialen Grundidee. Ein verzweifelter Drehbuchschreiber, der den ganzen Tag miserable Sitcoms schreibt, befindet sich in einer pers\u00f6nlichen Krise, die ironischerweise von einem &#8222;Laugh Track&#8220; begleitet wird, der ihn in den Wahnsinn treibt. Coole Idee, schlecht umgesetzt und noch schlechter gespielt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Story 3<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die dritte Story ist die schlechteste, meiner Meinung nach. Ein &#8212; ganz passabel gespielter &#8212; Mode-Fotograf erh\u00e4lt eine mysteri\u00f6se Schallplatte (hallo, liebe 80er, willkommen in diesem Film aus den 1990ern!), die offenbar einen hypnotischen Track enth\u00e4lt. Zuerst verwandelt sie die Katze des Fotografs in einen apathischen Haufen, schlussendlich den Fotografen selbst. Dieser urspr\u00fcnglich sehr nette Typ verwandelt sich nun in einen aggressiven Junkie, der bei Shootings die Models schlecht behandelt, seine Freundin beleidigt und keinerlei Verpflichtungen mehr einh\u00e4lt. Schlussendlich wird er von Freundin und einem Arbeitskollegen gefunden, wie er als sabbernder Haufen auf dem Boden liegt. Die eher mittelm\u00e4\u00dfige schauspielerische Leistung aller drei Personen in der Schlussszene macht die Situation so abstrus, dass man sich fragt, ob die Regie am Set dabei laut lachen mussten. Ich w\u00fcrde es ihnen nicht ver\u00fcbeln.<br>\nDie Story ist furchtbar \u00f6de (Typ bekommt &#8217;ne Schallplatte, die ihn hypnotisiert *g\u00e4hn*), die Schauspieler sind &#8222;hit and miss&#8220;, die Regie ist etwas langsamer als bei den anderen beiden Stories: lange Shots, es kommt einfach kein &#8222;drive&#8220; auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und drumherum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der Rahmenstory gibt es nat\u00fcrlich noch einen Twist, den jeder schon l\u00e4ngst erahnt hat. Den verrate ich hier aber erstmal nicht, denn er war zumindest sehr am\u00fcsant, weil er &#8222;out of nowhere&#8220; kam.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Generell ist das Budget dieser Film-Zusammenstellung gar nicht so gering gewesen. Ordentliche Sets, eine Hand voll ertr\u00e4glicher Schauspieler und zwei von drei Drehb\u00fccher sind gar nicht so \u00fcbel. Ich vermute, dass es sich bei den drei Stories tats\u00e4chlich um Fernsehfilme handelt, die zusammengestellt wurden. Das w\u00fcrde das passable Produktionsbudget erkl\u00e4ren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt ein leckeres Gericht in drei G\u00e4ngen mit Dessert, bei dem Trash-Fans zumindest bei zwei G\u00e4ngen auf ihre Kost kommen. Au\u00dferdem gibt es noch ein leckeres Dessert in Form eines schon tausend Mal gegessenen Plot-Twists. Aber hey, Hauptsache es schmeckt, auch wenn man es schon dutzende Male vor sich hatte \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem positiv: Der Film ist relativ kurz und schmerzlos. Kann man sich also problemlos mal nebenbei anschauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darsteller: Norman Fell, Andrea Sadler, Dennis St John Laufzeit: 1 Stunde, 23 Minuten Set within a mental ward, doctors try to cope with people suffering from a variety of ailments. 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