Kleine Randnotiz für verzweifelte andere Anwender: Wer einen QNAP NAS nutzt, dessen Firmware lange nicht aktualisiert wurde und der immer noch mit Samba 1.0 / CFIS arbeitet, wird über den Fehler

Netzwerkname nicht verfügbar
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gestolpert sein, wenn er auf Windows 10 umstellen will. Die Lösung wurde glücklicherweise im Heise-Forum aufgeworfen:

In Windows 10 ist Samba 1.0 / CIFS per Default disabled und muss aktiviert werden. Control Panel -> Programs" -> "Turn Windows features on or off" -> "SMB 1.0/CIFS File Sharing Support"

Entsprechend sollte die Funktion aktiviert werden - oder alternativ die Firmware des QNAP aktualisiert werden ;-)

(An der Stelle, da mich das fast wahnsinnig gemacht hat: Ihr müsst die Firmware, die von der QNAP-Seite im ZIP-Format heruntergeladen werden kann, unbedingt auspacken vor dem Hochladen in der UI des NAS. Sonst meldet er Probleme mit der Firmware, weil er die ZIP nicht selbst entpacken kann... ja, gut, die gezippte Firmware ist nur 1kb kleiner als die ungepackte und nirgends findet man einen Hinweis darauf. Muss man ja auch nicht verstehen.)

Dinge von Damals: Werbespiele

Saturday, 21. January 2017

Videospiele sind oftmals teuer - sowohl in der Entwicklung, als auch für den Endverbraucher. Das ist nicht nur heute, im Jahr 2017, der Fall. Auch in den Anfangszeiten der Videospielindustrie waren neu erschienene Spiele oftmals eine ordentliche Investition finanzieller Natur.

Entsprechend versuchen heute einzelne Publisher durch Product Placement oder Sponsoring-Deals ein bisschen Geld reinzuholen. Die notorische Billig-Klitsche von Activision namens "Head Games" hatte dafür quasi damals unverholen den Startschuss gesetzt und bereits bestehende Low-Budget-Games der Mittelklasse mit Werbung vollgestopft als Low-Budget-Games der Unterklasse re-released. 

Doch es gibt noch eine andere Art von Sponsoring, die heute (wenn überhaupt) nur im Hintergrund und subtil stattfindet: Werbespiele, die kostenlos oder sehr günstig erhältlich sind. Dabei handelt es sich meistens um Auftragsarbeiten, welche das jeweilge Unternehmen für die jüngere Zielgruppe attraktiv machen sollen.

Immerhin ehrlich und aufrichtig!

Eins der modernen Beispiele ist sicher der "Christmas Shopping Simulator", dessen Ziel es war durch möglichst abstruse und kaputte Gameplay-Mechaniken in den Videos und Let's Plays berühmter (sprich: einflussreicher) YouTuber zu landen. Der Auftraggeber "GAME" (eine britische Version von Gamestop) hat Freak Storm Games mit der Entwicklung beauftragt, eine Art "Goat Simulator" zu erstellen. Die Werbebotschaften sollten sich dabei durch die Verbreitung über YouTuber und Influencer automatisch verstärken. Das hat auch ganz gut geklappt. Eine sehr schöne Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte hat Lazy Game Reviews auf YouTube zusammengestellt.

Aber neben diesen dem Spieler gegenüber eher unfairen Formen von Werbespielen gab es vor allem in den 1990ern eine Welle an Werbespielen, die auch als solche gekennzeichet waren. Vor allem zwei Unternehmen haben sich in Deutschland als entsprechende "Spieleschmieden" hervorgetan, "The Art Department" und "Ad Games". 

Bei "Ad Games" sollte klar sein, um was für eine Art Spiel es sich handelt.

(Ein sehr lesenswertes Interview mit dem Gründer von "The Art Department" findet sich übrigens hier.)

Von Landesbausparkasse bis BiFi

Dabei ist die Bandbreite der Unternehmen interessant. Nicht all zu viele Unternehmen in Deutschland haben sich von einem "Ad-Game" überzeugen lassen, dafür aber eine bestimmte Gruppe relativ stark: Banken. Von "Captain Zins" bis hin zu "Vision" gab es eine ganze Hand voll Werbespiele von LBS und Sparkassen. Vermutlich wollte die als eher angestaubt und spießig bekannte Bankenbranche junges Publikum von sich überzeugen. Quasi, "guckt mal wie hip und trendig wir sind!"

Ich kann mich nicht mehr an seinen Namen erinnern, aber der Kerl war nicht nur unser Hauptkontakt im Spiel, sondern auch mega nervig und aufdringlich.

"Vision" (1992, entwickelt von Ad Games) war eines meiner ersten DOS-Games, das ich als Kind spielen durfte. Eigentlich eher aus Verzweiflung, da ich "The Secret of Monkey Island" und "Maniac Mansion" verschlungen habe - und mein Taschengeld für neue Spiele nicht ausreichte. Ich kann es nicht mehr genau rekonstruieren, aber irgendwie bin ich an Disketten gekommen, auf denen sich das Spiel "Vision - The 5th Dimension Utopia"der LBS befand. Und ich habe es geliebt.

Original mit 80s Porno-Balken auf der Oberlippe!

Aus heutiger Sicht ist das Spiel natürlich keine Sternstunde der Spieleentwicklung, aber für damals und umsonst waren Grafik, Sound und auch Gameplay beeindruckend. Und ich kann ehrlich sagen, dass ich auch heute - sicherlich, durch Nostalgie gefärbt - wirklich Spaß habe, in den Vision Tower reinzuschauen und mich mit den merkwürdigen, frechen Menschen auseinanderzusetzen. Und das Essen nicht vergessen, sonst ist das Spielvergnügen kurs.

"Vision" (und der deutlich aufwändiger produzierte Nachfolger "Vision 2 - Aufbruch ins Weltall") ist quasi ein RPG-Adventure-Game der frühen Stunde. Verdiene Geld, sichere dich ab und lebe ein schönes Leben im Tower. Natürlich sieht man direkt, dass das Konzept auf Dienstleitungen im Banksektor ausgelegt ist. Aber es macht trotzdem Spaß - und im Gegensatz zu den eher schamlosen Schleichwerbegames betont "Vision" den Werbeaspekt sehr deutlich durch einen Sponsorenhinweis am Anfang und verstreute plumpe LBS-Logos und -Werbung im Spielverlauf.

Definitiv eins der Computerspiele meiner Kindheit, an das ich mich noch sehr deutlich erinnern kann. Und scheinbar nicht nur ich.

Salami in Action!

Ein anderes Werbespiel, an das ich mich sehr gut erinnern kann ist "Bifi2" (1994). So hieß das DOS-Befehl bzw. die BAT-Datei, der eigentliche Titel ist mit "BiFi Roll: Action in Hollywood" viel spektakulärer. Entwickelt vom Platzhirsch "The Art Department" handelt es sich bei dem Game um ein klassisches Adventure-Spiel in Point&Click-Manier. Für viele gilt es als das Werbespiel schlechthin.

Irgendwie werden hier Erinnerungen an die großartigen LucasArts-Adventures wach...

Der Nachfolger von "Snack Zone", dem ersten Spiel rund um geschredderte Fleischbrocken mit viel zu viel Salz (= BiFi), handelt wieder von Lukas. Dieser ist diesmal in einem Filmstudio beschäftigt. Mysteriöse Dinge passieren, Rätsel wollen gelöst werden, yadda yadda yadda... Spielt es selbst, es ist großartig!

Hat einige gute Spiele entwickelt: Das deutsche Entwicklerstudio "The Art Department". Die 90er hat es trotzdem nicht überlebt.

Irgendwie ist es schon schade, dass diese sympathischen, kleinen Werbespiele nicht mehr in dieser Form gibt. Die meisten Werbespiele waren zwar eher mittelmäßig bis schlecht und haben eher mit der Holzhammer-Methode versucht, die Botschaften des Sponsors unter die Leute zu bringen. Aber viele Spiele wurden mit Herzblut von kleinen Entwicklerstudios umgesetzt und haben einen ganz eigenen (zugegeben oftmals eher trashigen) Charme. 

Wenn Ihr also noch nie ein altes Werbegame gezockt habt, ladet Euch eins herunter und schmeißt die DOXBox an.

Harte, aber großartige Satire: Yolocaust

Wednesday, 18. January 2017

Als ich das Holocaust-Mahnmal in Berlin im Sommer 2011 das erste Mal besucht habe, war ich überwältigt von einer merkwürdigen Stimmung innerhalb des Mahnmals. Mitten in dieser pulsierenden Stadt wurde es, je weiter man in das Kunstwerk vordrang, immer leiser und stiller. Einzelne Rufe waren zu hören, ich verlor die Orientierung und erschreckte mich vor um die Ecke kommenden Menschen.

Auffällig war damals die unterschiedliche Art und Weise mit dem Mahnmal umzugehen: Der Großteil der Besucher war schweigsam und bewunderte still die riesigen Betonstelen.

Dann gab es da noch eine Handvoll Jugendlicher, die ausgelassen lachten, auf die Stelen kletterten, heitere Selfies knipsten oder sich durch das Stelenfeld jagten. Das war dann im Sinne des Fremdschämens eher unangenehm. 

Genau diesen Fakt hat nun der Autor Shahak Shapira aufgenommen und in eine knallharte Satire umgewandelt: Yolocaust. Auf dieser Webseite überlagert Shapira einige im Berliner Mahnmal aufgenommenen Selfies, die öffentlich auf Instagram oder Facebook gepostet wurden, mit Originalaufnahmen aus den Vernichtungslagern. Die ausgelassenen, heiteren Selfies wandeln sich mit einem Mouse-Over zu einer makabren und perversen Foto-Installation. 

Pointierter als die Berliner Morgenpost hätte ich es auch nicht schreiben können:

Die beiden jungen Männer, die eben noch von Stele zu Stele hüpften, springen nun auf einem Berg ermordeter Juden herum. Die beiden Frauen, die sich mit Selfiestick in cooler Pose ablichten, posieren plötzlich in einem Massengrab, und ein junger Mann mit Sonnenbrille macht sein Duckface auf einmal zwischen ausgemergelten KZ-Häftlingen.

Seit Jahren herrscht eine Art "Deutungsstreit" rund um das Mahnmal. Der Architekt Peter Eisenman, verantwortlich für die Umsetzung des Mahnmals, sieht sein Kunstwerk nicht durch unterschiedliche Verhaltensweisen entwertet oder entwürdigt. Das Mahnmal sei kein Friedhof und kein Denkmal für die Opfer - sondern ein Mahnmal für die Bevölkerung. Und was die daraus machen sei eben deren Sache.

Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die sich an der ausgelassenen Stimmung und wenig introvertierten Verhaltensweise einiger Besucher stören. Und ich gebe zu: Auch mir fällt es schwer aufgedrehte Kiddies angesichts der Bedeutung des Mahnmals zu tolerieren. So fordert beispielsweise das Kuratoriumsmitglied Lea Rosh mehr Sicherheitspersonal. Denn die Mehrzahl der Besucher sei verständnisvoll und wisse oft nicht über die Bedeutung des Mahnmals. 

Wie dem auch sei: Die Satire-Aktion von Shapira ist derb und geschmacklos. Und gleichzeitig beeindruckend und mit einer ordentlichen Prise schwarzem Humor versehen. Eben genau so, wie ich Satire am liebsten habe.

Willkommen an der Uni...

Monday, 2. January 2017

Diesen längeren Facebook-Post von Sommer 2014 musste ich einfach hier archivieren. Mittlerweile gibt es ein neues Drucksystem, das weniger anstrengend ist ;-)

Mal ein Beispiel wie einfach und unkompliziert die Uni Mainz einem das Studieren ermöglicht.
Ich möchte für morgen ein paar Lernblätter ausdrucken, in Farbe. Gut, dass wir für einen gewissen Obolus in der Uni drucken können.

Einer der wenigen, scheinbar unendlich wertvollen, Farbdrucker steht im Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV). Dort befinden sich einige Rechner, auf denen ich mich in meine iCloud einlogge und das Dokument herunterlade.

Leider ist an diesen Rechnern kein einziger Drucker voreingestellt und so klicke ich mich erstmal kreuz und quer durch die Internetseite des ZDV, um die Netzwerkadresse des Druckerservers (jogups\farbdrucker-x-duplex) herauszufinden. Nachdem ich diesen selbst auf dem Rechner als Drucker hinzugefügt habe und 10 Minuten Treiber geladen wurden, schicke ich den Druckauftrag ab.

Ich gehe nun einen Flur weiter in den Druckerraum. Dort kann man an einem Terminal die Druckaufträge mit seinem Account freischalten. Dafür muss man sein "Druckkonto" wie bei einer Prepaid-Karte vorher mit der eigentlichen Prepaid-Karte ("Studicard") aufgeladen haben. Leider kostet der Druckauftrag 8€ (für 25 Seiten Farbausdruck!) und mein Druckkonto ist nur mit 7,50€ aufgeladen.

Kein Problem, es gibt spezielle Terminals, in die man die Studicard einschieben kann, um sich dann mit seinem Account anzumelden und Geld von der Studicard auf das Druckkonto zu schieben. Von diesen also wichtigen und unersetzlichen Terminals gibt es auf dem ganzen Campus zwei. Zwei. 2.

Einer davon steht im ZDV und ist "leider gerade außer Betrieb", ich muss also zum zweiten in der Uni Bibliothek (anderes Ende des Campus). Die Beratungsstelle des ZDV nebenan kann nämlich zu ihrem Bedauern "keine Aufladungen machen, sorry, nur Bezahlungen von Druckaufträgen des Druckstudios." Nach 10 Minuten Fußweg bin ich dann in der Bib, um mein Druckkonto aufzuladen.

Der Haupteingang der Uni Bibliothek ist leider nach rund 1 Jahr Renovierung noch immer im Bau, sodass ich erstmal durch benachbarte Gebäude umständlich in die Bib wandern muss.

Leider ist meine Studicard aktuell nach dem Mittagessen leer. Die Funktion "Autoload", also die automatische Aufladung der Karte per Bankabbuchung wenn das Guthaben auf der Karte unter 5€ sinkt, funktioniert leider nicht an den Terminals für das Druckerkonto. Der Auflade-Automat, der nur Scheine akzeptiert ist allerdings in der Uni Bibliothek außer Betrieb. Glücklicherweise habe ich einen 10€-Schein einstecken, sonst hätte ich ganz hinter zur Mensa zum Geldautomaten gemusst.

Ich gehe also nun ein Gebäude zurück und lade dort meine Karte auf. Dann gehe ich zurück zur Bib und lade dort mit dem Terminal, auf dem noch Windows 2000 läuft, das ominöse Druckkonto auf.

Nun mache ich mich auf den Weg zurück zum Farbdrucker. Dieser verschmiert mir tatsächlich vier Seiten meines Ausdrucks. Bei der ZDV-Beratungsstelle einen Raum weiter heißt es dazu: "Hm, ja, da müssten Sie das mal per E-Mail melden, dann wird Ihnen der Betrag erstattet. Am besten abfotografieren.". Ein erneuter Ausdruck auf Kosten des ZDV ist nicht möglich, und mein Druckkonto ist nun auch wieder leer wie die Stadt am Sonntagmorgen.

Ich gebe es nun auf.

Für diese ganze Show habe ich eine (!) Stunde gebraucht. Ich wollte nur 25 Seiten farbig ausdrucken. Eine Stunde. Und 8€ sind auch weg.

So fördert unsere geliebte Johannes Gutenberg-Universität Mainz motivierte Studenten <3

Fixing fsck: buffer overflow detected

Monday, 2. January 2017

Wer einen Raspberry Pi einsetzt, der nicht ordentlich heruntergefahren wird (z.B. weil er über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird), wird sicher schon mal an den Punkt gekommen sein, dass das Dateisystem korrupt ist. Linux schlägt hier logischerweise das Tool fsck vor.

In meinem Fall brach das Tool nach der Eingabe der Menüauswahl immer mit der Meldung ab:
*** buffer overflow detected ***: fsck.vfat terminated
Es scheint also Probleme mit dem Input zu geben. Die Lösung ist, fsck über folgenden Alias aufzurufen:
dosfsck -r /DEVICE
Danke an den Debian Bugtracker für diesen Workaround - warum auch immer er funktioniert... ;-)
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